Verschleppung, Plünderung, Folter: Amnesty fordert von der Türkei Stopp „schwerer Verstöße“ in Afrin

Amnesty International hat von der Türkei gefordert, umgehend die „schweren Verstöße“ durch verbündete syrische Kämpfer in der besetzten Region Afrin zu beenden. Diese würden Einwohner willkürlich festnehmen und foltern und ihre Häuser plündern. Amnesty International hat von der Türkei gefordert, umgehend die „schweren Verstöße“ durch verbündete syrische Kämpfer in der besetzten Region Afrin zu beenden.

Die Menschenrechtsorganisation kritisierte in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht, die Einwohner von Afrin seien seitens der protürkischen Milizen willkürlichen Festnahmen, Folter und Verschleppung sowie der Enteignung und Plünderung ihres Besitzes ausgesetzt. „Die türkische Militäroffensive und Besatzung haben das Leiden der Einwohner von Afrin verschärft, die bereits Jahre eines blutigen Konflikts durchgestanden haben“, kritisierte die Amnesty-Forscherin Lynn Maalouf. Die Türkei sei als Besatzungsmacht verantwortlich für das Wohlergehen der Zivilbevölkerung und die Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung. „Bisher haben ihre Streitkräfte bei diesen Pflichten völlig versagt“, kritisierte Maalouf.

Die türkische Armee und verbündete Rebellengruppen hatten Afrin im März nach wochenlangen erbitterten Kämpfen von den kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) erobert. Ankara betrachtete die Präsenz der Kurdenmiliz an ihrer Grenze wegen ihrer engen Verbindungen zur Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) als Bedrohung. International wurde die Offensive, der auch zahlreiche Zivilisten zum Opfer fielen, scharf kritisiert.

Die Türkei ist entschlossen, weiter in der Region zu bleiben und hat tausende Flüchtlinge aus der Türkei und anderen Gebieten Syriens dort angesiedelt. Die Amnesty-Forscherin Maalouf mahnte nun, die Türkei könne ihrer Verantwortung nicht entgehen, indem sie syrische Milizen benutze, um „ihre Drecksarbeit“ zu machen. Sie müsse umgehend die Verstöße protürkischer Gruppen beenden und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen.

Epoch Times

 

 

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