Gefahr in Westafrika: IS bastelt an nächstem „Staat“

In Syrien scheint der IS mehrheitlich besiegt. Aber in Afrika expandiert seine Ideologie kräftig und es strömen immer mehr Kämpfer in Länder wie Nigeria und Mali.

Baut der IS sich hier einen neuen Staat? Eine NGO behauptet, dafür gute Anzeichen gefunden zu haben.

Die International Crisis Group (ICG), eine Nichtregierungsorganisation, berichtet von der wachsenden Macht der IS-Krieger in Westafrika.

Anders als Boko Haram würden die Terroristen des Islamischen Staates, unter denen sich viele Ausländer aus den arabischen Ländern und Europa befinden, Beliebtheit bei der einheimischen Bevölkerung genießen.

Die Brutalität von Boko Haram würde die Bevölkerung abschrecken, während die IS-Anhänger zunächst Geschenke verteilen und sich hart, aber nach islamischer Sitte „gerecht“ geben. So schreibt die NGO in ihrem Report:

„Drei Jahre nachdem Boko Haram sich gespalten hat (2016), hat sich eine Fraktion, der Islamische Staat in Westafrika, einen Protostaat in Nordnigeria errichtet.

Der [nigerianische] Staat sollte die Militäroffensive gegen die Dschihadisten verstärken und versuchen ihnen ihre Beliebtheit bei der Bevölkerung zu nehmen, indem er öffentliche Dienste und Verwaltung verbessert.“

So habe der IS in Nigeria laut der NGO bereits Grundstrukturen eines Staates wie eigene Rückzugsgebiete, Logistik und Steuern eingeführt.

Dorfbewohner und Unterstützen zahlen den Islamisten Tribute, um sie zu besänftigen oder zu unterstützen.

Derzeit befinden sich die nigeranischen Streitkräfte in einem Kampf gegen die Islamisten, der scheinbar von den afrikanischen Regierungstruppen nicht gewonnen wird.

So expandiere der IS laut dem Bericht auch in den Tschad und in andere Regionen. Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Nachbarländern beim Verfolgen dieser Terroristen sei noch nicht gut, so die NGO.

(CK) Journalistenwatch

 

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